Schlechte Finanzierung von Frauenhäusern

Frauen leiden immernoch zu leise in Deutschland!

Nach wie vor findet Unterdrückung statt. Wenn frau einmal die Augen dafür geöffnet hat, sieht sie ihre Unterdrückung und die ihrer Geschlechtsgenossinen an nahezu jeder Stelle in dieser frauenfeindlichen Gesellschaft. Mein Ziel ist es hier meinen Leserinnen nur ein Paar dieser Missstände aufzuzeigen, damit sie daraus lernen können, ihre Sinne für weitere Ungerechtigkeiten dieser Art zu schärfen.

Anlass für den heutigen Beitrag ist mir ein Radiobericht, den ich soeben im WDR5 gehört habe. Es ging in diesem Bericht um die mangelhafte Finanzierung von Frauenhäusern in Deutschland. Als Ursache für diesen Unzustand wurde in erster Linie die sehr unterschiedliche Handhabung der Finanzierung in den verschiedenen Bundesländern angegeben. Einerseits ist es lobenswert, dass über dieses Thema berichtet wird. Andererseits fielen mir während des Hörens gleich eine Handvoll Punkte auf, die einfach zum Himmel schreien.

Erstens die Tatsache, dass Frauenhäuser erst seit 40 Jahren existieren. Unvorstellbar das Leid der misshandelten Frauen, bevor die Gesellschaft nach langem Kampf mutigerer Streiterinnen beschloss wenigstens zu versuchen ein Paar sichere Orte für ihre verletztlichsten Mitglieder zu schaffen, während doch eigentlich die ganze Gesellschaft ein sicherer Ort für jeden sein sollte, gerade für die Schwächsten.

Unvorstellbar auch die Ungerechtigkeit der Tatsache, dass Themen wie häusliche Gewalt und Vergewaltigung in der Ehe vom männlich geprägten Justizsystem in unserem Land nach wie vor Stiefväterlich behandelt werden. Wenn eine Frau von ihrem Partner misshandelt wird, kann sie von Glück reden, wenn sie einen Platz in einem der überfüllten Frauenhäuser findet. Auf eine angemessene strafrechtliche Verfolgung ihres Peinigers braucht sie kaum zu hoffen.

Wie gesagt: Es ist an sich lobenswert, dass der WDR über solche brennenden Probleme berichtet. Weniger lobenswert ist hingegen die Art der Berichterstattung. Zum einen war der Beitrag viel zu kurz. Zum anderen bestand er eigentlich nur aus einem Interview, in dem die Vertreterin der Frauenhäuser sich den bohrenden Fragen des (männlichen!) Reporters stellen musste, wie z.B. „Gibt es denn wirklich niemanden in der Politik, der sich für dieses Thema interessiert?!“. Offensichtlich gibt es nicht genug Interesse in der Politik. Denn sonst wären die seit mittlerweile 40 Jahren bestehenden Missstände wohl langsam ausgeräumt. Das verwundert allerdings wenig, wenn frau bedenkt, dass die Politik in Deutschland heute wie eh und je von Männern dominiert ist.

Über solche und andere Beispiele für die systemische Behandlung von Frauen als Bürgerinnen zweiter Klasse muss dringend mehr und offener berichtet werden, damit wir uns endlich in Richtung einer gerechten Gesellschaft bewegen können.

Einführung

Herzlich willkommen zu diesem Blog!

Wie sich dem Titel leicht entnehmen lässt, geht es hier um feministische Themen.

Mein Ziel mit diesem Blog ist, den Blick für Geschlechterfragen im Alltagsleben zu schärfen.

In erster Linie plane ich anhand von konkreten Beispielen, die mir tagtäglich begegnen, auf mangelhafte Zustände in unserer Gesellschaft hinzuweisen.
Auf diese Weise hoffe ich meinen Beitrag dazu zu leisten, dass diesen wichtigen Themen, die uns alle angehen, mehr Platz in der öffentlichen Diskussion eingeräumt wird.
Diese erhöhte Wahrnehmung wiederum wird auf lange Sicht zu einer Annäherung an unser letztendliches Ziel führen:
Eine gerechte Gesellschaft!